Rheder organisieren Typisierung für Dreijährigen

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Für die Typisierungsaktion werben (von links) Klaus Niesmann, Jens Borchers, Anna Fennen, Alwin Plaggenborg, Engelbert Niesmann, Christa Lindenberg, Heinz Niesmann und Tanja Dickebohm. Foto: Dirk Hellmers

 

Rhede. Eine Typisierungsaktion für den dreijährigen Pascal Pünter aus Rhauderfehn wollen drei Rheder Vereine zusammen mit dem Verein Leukin aus Burlage stemmen. Im Rahmen des Frühlingsfestes im Ems-Dollart-Zentrum (EDZ) in Rhede soll am 15. März zwischen 11 und 17 Uhr ein genetischer Zwilling für den Jungen gefunden werden, der nach Angaben der Organisatoren an einer Vorstufe von Leukämie erkrankt ist.

Die Organisation in die Hand genommen haben der Werder-Bremen-Fanklub „Emsauen“, der Bayern-Fanklub „Deichgrafen“ und die Kolpingsfamilie Rhede. „Die Wege sind kurz“, erklärt Kolping-Vorsitzender Heinz Niesmann. Die beiden anderen Vereinschefs sind seine Brüder Klaus Niesmann (Deichgrafen) und Engelbert Niesmann. Dazu hat das Trio viele weitere Vereine aus dem Dorf mobilisiert.

Neben dem genetischen Zwilling wird auch Geld benötigt. „Eine Typisierung kostet 50 Euro“, erklärt Leukin-Vorsitzende Anna Fennen. Bereits jetzt habe ihr Verein in diesem Jahr etwa 100.000 Euro ausgegeben. Zum Vergleich in 2013 waren es 450.000 Euro.

Kommen solle aber jeder, der Knochenmark spenden will, betont Fennen. Damit Geld in die Kassen kommt, haben die drei Brüder mit ihren Vereine eine Verlosung mit hochwertigen Preisen organisiert, darunter den Besuch eines Bundesligaspiels in München inklusive Übernachtung. Darüber hinaus gibt es rund 20 weitere Preise wie ein Wochenende auf Borkum für zwei Personen. Zudem sorgen weitere Vereine für ein Rahmenprogramm mit Spielen und Aktionen für Kinder. „Das ist eine runde Sache“, findet Fennen.

Insgesamt hat der Verein Leukin seit seiner Gründung im Jahr 1996 rund 52.000 Menschen typisiert und rund 533 Knochenmarkspender gefunden. Dabei geht es aktuell laut Fennen nicht nur um den kleinen Pascal. Alle Daten der Aktion in Rhede werden in der Deutschen Knochenmarkspenderdatei (DKMS) registriert und mit den Erkrankten verglichen. „Statistisch bekommt alle 45 Minuten jemand Leukämie“, berichtet Fennen. Sich in Rhede registrieren lassen, darf jeder im Alter von 17 bis 55 Jahren, der keine chronischen Krankheiten hat. Potenzielle Spender bleiben bis zum 61. Lebensjahr in der Datenbank. Mit Typisierungsaktionen in Rhede hat Fennen gute Erfahrung. Nach ihren Angaben wurden bei Veranstaltungen im EDZ bereits fünf Spender gefunden.

Artikel aus der NOZ vom 05.03.2015 http://www.noz.de/lokales/rhede/artikel/552853/rheder-organisieren-typisierung-fur-dreijahrigen#gallery&0&1&552853
 

 

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